Heizungsgesetz, CO²-Preis und Energiekosten – das ändert sich 2026

Veröffentlicht am: 22. Januar 20263 Min. Lesezeit

Heizungsgesetz, CO²-Preis und Energiekosten – das ändert sich 2026

Veröffentlicht am: 22. Januar 20263 Min. Lesezeit

Das Heizungsgesetz 2026 rückt näher – und mit ihm neue Unsicherheiten für Eigentümer:innen, Bestandshalter und die gesamte Immobilienwirtschaft. Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), veränderte Energiepreise sowie ein neu geregelter CO2-Preis sorgen dafür, dass strategische Entscheidungen im Gebäudebestand erneut wichtiger werden. Wer die Entwicklungen frühzeitig einordnet, kann Kostenrisiken reduzieren und regulatorisch auf der sicheren Seite bleiben.

Heizungsgesetz 2026: Reform mit offenem Ausgang

Das Heizungsgesetz 2026 sorgt weiterhin für Diskussionen in der Heizungs- und Gebäudebranche. Grund dafür ist die anstehende Reform des Heizungsgesetzes, das im Rahmen der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) umgesetzt wird. Nach aktuellen Plänen sollen die Eckpunkte der Gesetzesänderung bis Ende Januar vorliegen, die Verabschiedung ist für Februar 2026 vorgesehen. Gleichzeitig erhält das Gesetz einen neuen Namen und soll künftig als „Gebäudemodernisierungsgesetz“ firmieren.

Im Fokus der Debatte steht insbesondere die bisherige 65-Prozent-Regel: Aktuell müssen neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das künftige Heizungsgesetz 2026 soll diese Vorgabe flexibler gestalten und technologieoffenere Lösungen ermöglichen.

Auch bei der staatlichen Förderung herrscht noch Unsicherheit. Während einige Stimmen im Bundestag eine Abschaffung der Fördermittel ins Spiel bringen, gehen andere davon aus, dass sie weiterhin bestehen. Endgültige Klarheit wird es erst mit dem Beschluss der GEG-Novelle geben.

Energiepreise 2026: Strom- und Gaspreisentwicklung

Die Energiepreise 2026 verändern sich sowohl bei Gas als auch bei Strom, allerdings mit unterschiedlichen Effekten. In der Gaspreisentwicklung wirkt sich der Wegfall einer zusätzlichen Umlage zwar grundsätzlich entlastend aus, gleichzeitig steigen jedoch in vielen Netzgebieten die Kosten für die Nutzung der Gasinfrastruktur. Hintergrund sind strukturelle Anpassungen bei den Netzbetreibern sowie sinkende Verbrauchsmengen, die zu höheren anteiligen Fixkosten führen. Ob diese Mehrkosten weitergegeben werden, hängt vom jeweiligen Versorger und der regionalen Situation ab.

Die Strompreisentwicklung zeigt ein anderes Bild: Hier sorgen staatliche Eingriffe für sinkende Netzentgelte, während Umlagen leicht ansteigen. Unterm Strich ergeben sich je nach Tarif und Standort moderate Entlastungen oder nahezu ausgeglichene Effekte. Für Immobilienunternehmen wird es damit wichtiger, die Energiepreise 2026 aktiv zu beobachten und Versorgungsverträge regelmäßig zu überprüfen.

CO2-Preis 2026: Neues System, höhere Kosten

Ab 2026 wird der CO2-Preis nicht mehr staatlich festgelegt, sondern über ein Marktmodell bestimmt: Die CO2-Zertifikate werden erstmals versteigert. Um starke Preisschwankungen zu verhindern, wurde ein klar definierter Preisrahmen eingeführt. Demnach kann der Preis maximal auf 65 Euro pro Tonne steigen – das entspricht einem Anstieg von höchstens 10 Euro pro Tonne im Vergleich zum bisherigen Niveau.

Für Eigentümer:innen und Verwalter bedeutet der steigende CO2-Preis 2026:

  • höhere Betriebskosten bei Gas- und Ölheizungen
  • zunehmender Druck auf Wirtschaftlichkeit und ESG-Kennzahlen
  • steigende Bedeutung von Effizienzmaßnahmen und Optimierungen im Bestand

Jetzt handeln und Kosten nachhaltig steuern

Gerade in größeren Portfolios können sich diese Mehrkosten langfristig deutlich auf die Gesamtbetriebskosten auswirken und machen eine vorausschauende Planung wichtiger denn je.

Für die Immobilienwirtschaft wird 2026 ein forderndes Jahr: Das Heizungsgesetz, die steigenden Energiepreise und der CO2-Preis verlangen ein vorausschauendes Management. Eigentümer:innen und Verwalter sollten langfristig planen, um Gebäude nachhaltig und wirtschaftlich aufzustellen. Gleichzeitig ist es wichtig, schnelle und gezielte Maßnahmen umzusetzen, etwa bei Heizungsmodernisierung oder Energieoptimierung, um Kosten zu senken und rechtssicher zu agieren.

Ihr Ansprechpartner

Stefan Fröb
Leiter Vertrieb myWarm

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